Quinoa

Chenopodium Quinoa

Quinoa – das „Gold der Inkas“ – blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Als Gänsefußgewächs ist es nicht mit Reis oder Hirse, sondern eher mit Spinat verwandt – eine botanische Überraschung. Glutenfrei, proteinreich und von Natur aus genügsam: Quinoa braucht nur ein Drittel des Wassers von Weizen, verträgt leichten Frost bis -4 Grad und gedeiht auf sandigen, nährstoffarmen Böden. Ursprünglich aus Peru und Bolivien, steckt sein Anbau in Brandenburg noch in den Kinderschuhen – doch einzelne Landwirt*innen erproben das Potenzial bereits. Als Vollkorn, gepufft oder als Mehl vielseitig einsetzbar, will PROWERTA Quinoa als regionale Ackerkultur in Brandenburg etablieren.

Hauptanbaugebiete (weltweit)

Peru und Bolivien

Anbaugebiet in Brandenburg

Versuchsanbau auf den Versuchsflächen der Lehr- und Forschungsstation Wilmersdorf der HNEE Eberswalde

Saatgut

Saponinhaltige und saponinarme Sorten (Auswirkung auf die Weiterverarbeitung), verschiedene Sorten in Deutschland erhältlich (saponinarm: Vikinga, Frejia, Dagr, Titicaca, Rouge Marie, Bastille, Amaru), Form: 1,7-2mm TKG: 2-3,5g, 80-95% Keimfähigkeit

Standort

  • tiefgründige, leicht sandige Böden
  • Trockentoleranz: hoch; Hitzestress bei >30 Grad (sensibel gegenüber Temperaturextremen)
  • Frost: (leicht) wird toleriert (bis -4)
  • Nährstoffbedarf: gering (Düngewirkung der Vorfrucht beachten)

Anbau

  • Aussaat:
    • Ende März bis Ende April
    • Bodentemperatur: 7°C
    • Saatmenge: 5-14 kg / ha
    • Saattiefe (2cm): so flach wie möglich (Sähmaschine aus dem Gemüsenabau und Rückfestigung)
    • Reihenabstand: 16-25 cm
  • Wasser: gering 1/3 des Bedarfs von Weizen
  • Düngung
    • Stickstoff: 80 – 150 kg/ha (wichtig frühzeitig im 7 Blätter Stadium
      Vorfrüchte mit hohem Reststickstoffgehalt sind zu vermeiden

Empfehlung: Kartoffeln, Getreide, Mais

  • Zu viel N verzögert die Abreife nach hinten und kann zu Lager führen
  • Phosphor: 50 kg/ha
  • Kalium: 100 kg/ha
  • Unkrautbekämpfung: Hacken, Striegeln (ab 8 cm)
    • Herbizide verboten
    • hoher Unkrautdruck bei Jugendentwicklung
  • Krankheiten:
    • Blattläuse, Larven, Wanzen, Schnecken (bei Nässe), Erdflöhe, Braunpilze (bei Nässe)
  • Vegetationszeit: 110-150 Tage

Ernte

  • Ertrag: 25-40 dt/ha bzw. 1,5 -3 t/ha
  • Zeitpunkt: August/ September
  • Kornfeuchte bei Ernte: <35%
  • Trocknung auf 11% notwendig für Lagerung
  • Technik: herkömmlicher Mähdrescher

Rezepte mit Quinoa

Auf den Geschmack gekommen

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