Hirse

Panicum miliaceum

Hirse – Wer kennt sie nicht aus dem Märchen der Gebrüder Grimm? Der süße Hirsebrei, der ein ganzes Dorf satt machte, ist mehr als ein schönes Bild. Er erinnert daran, wie selbstverständlich dieses Korn einst zum Alltag gehörte. Glutenfrei, genügsam und wärmeliebend ist Hirse eines der ältesten Kulturgetreide der Welt. Sie verträgt Trockenheit, kommt mit nährstoffarmen, sandigen Böden bestens zurecht und braucht vor allem eines: Sonne. Während Franken als deutsches Hirseparadies gilt, hat der Hirseanbau auch in Brandenburg Tradition. Landwirte im Spreewald beweisen schon lange, dass die Hirse hier heimisch ist. PROWERTA möchte sie als regionale Ackerkultur weiter etablieren.

Hauptanbaugebiete (weltweit)

Südliches Afrika

Anbaugebiet in Brandenburg

Spreewald

Saatgut

  • Bernburger Rispenhirse vor allem in Ostdeutschland
  • Quartett und Kornberger Mittelfrühe auch weit verbreitet

Standort

  • Boden: leicht und sandig, Staunässe vermeiden
  • Trockentoleranz: hoch; braucht viel Wärme und Sonne
  • Frost: sensibel (schnell erwärmende Böden gut)
  • Klima: gemäßigt, warm
  • Nährstoffbedarf: gering

Anbau

  • Aussaat:
    • Anfang Mai
    • Reihenabstand: 15-25 cm
  • Hoher Unkrautdruck während der Keimung: besonders empfindlich im Jugendstadium
    • Spätverunkrautung großes Thema
  • Düngung: 20-40 kg N//ha
  • Schädlinge: selten italienische Heuschrecke
  • Krankheiten: kaum
  • Vegetationszeit: 100-120 Tage

Ernte

  • Ertrag: 3 t/ha
  • Zeitpunkt: Ende August Anfang Oktober
  • Kornfeuchte bei Ernte: 14-24%
  • Trocknung auf 13%
  • Technik: Mähdrescher

Aufbereitung

  • Reinigung durch Sieb- und Windsichter
  • Schälmühle nötig
  • Lagerung muss gut gelüftet sein (Mykotoxine)

Rezepte mit Hirse

Auf den Geschmack gekommen

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