Quinoa
Quinoa aus Brandenburg? Unser Demonstrationsanbau ist gestartet

Kann Quinoa künftig einen festen Platz auf Brandenburgs Äckern finden? Dieser Frage gehen wir im Projekt PROWERTA derzeit auf den Versuchsflächen der Lehr- und Forschungsstation Wilmersdorf der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) nach.
Gemeinsam mit Feldversuchstechniker Hans-Hagen Lutzer haben wir fünf verschiedene Quinoasorten ausgesät. Ziel des
Demonstrationsanbaus ist es, Erfahrungen zum Anbau unter regionalen Bedingungen zu sammeln und Erkenntnisse über das Potenzial von Quinoa für Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung in Brandenburg zu gewinnen.
Bereits die Vorbereitung der Aussaat erfordert sorgfältige Planung. Für jede Sorte wurde zunächst das Tausendkorngewicht (TKG) bestimmt. Auf dieser Grundlage konnten die individuellen Saatstärken berechnet und die Versuchsparzellen entsprechend angelegt werden.
Ans
chließend erfolgte die Aussaat mit der Sämaschine. Durch das anschließende Anwalzen des Bodens wurde ein optimaler Bodenschluss der Saat gewährleistet. Die Bedingungen am Standort erwiesen sich dabei als vielversprechend: Über 40 Bodenpunkte, ein geringer Lehmanteil sowie ausreichend Restfeuchte boten gute Voraussetzungen für die Entwicklung der Pflanzen.
Besonders erfreulich war der Niederschlag kurz nach der Aussaat. Bereits neun Tage später zeigten sich die ersten Keimlinge auf den Versuchsflächen.
In den kommenden Monaten werden wir die Entwicklung der fünf Sorten intensiv begleiten. Dabei interessieren uns unter anderem die Jugendentwicklung, die Konkurrenzkraft gegenüber Beikräutern, die Bestandsentwicklung sowie Ertrag und Qualität der Ernte.
Mit dem Demonstrationsanbau möchten wir Wissen für die Praxis aufbauen und sichtbar machen, welches Potenzial Quinoa für regionale Wertschöpfungsketten in Brandenburg haben kann. Die gewonnenen Erkenntnisse werden wir im Projektverlauf mit Landwirtinnen und Landwirten, Verarbeitungsbetrieben sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren teilen.
Über die weitere Entwicklung der Bestände berichten wir regelmäßig auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen.






