Quinoa

Quinoa in Brandenburg: Vier Wochen nach der Aussaat

Vier Wochen nach der Aussaat entwickelt sich unser Quinoa-Demonstrationsanbau auf den Versuchsflächen der Lehr- und Forschungsstation Wilmersdorf der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) insgesamt positiv. Die warmen Temperaturen der vergangenen Wochen haben das Wachstum der Pflanzen deutlich gefördert. Einige der fünf getesteten Quinoasorten haben inzwischen eine Wuchshöhe von rund 30 Zentimetern erreicht. 

Ein wichtiger Bestandteil des Versuchsanbaus ist die Beobachtung der Bestandesführung unter Praxisbedingungen. Durch die Anlage der Quinoa in Doppelreihen konnten die Flächen zwischen den Reihen mechanisch mit dem Gemüsehackrad bearbeitet werden. Innerhalb der Reihen war weiterhin Handarbeit gefragt: Insbesondere Ackerkratzdisteln und Melde mussten entfernt werden, um den Konkurrenzdruck auf die jungen Pflanzen zu reduzieren. Bereits zum zweiten Mal erfolgte eine entsprechende Pflegemaßnahme im Bestand.

Neben der Beikrautregulierung rücken nun weitere Herausforderungen in den Fokus. Bei den letzten Bonituren wurde ein zunehmender Blattlausbefall festgestellt. Viele Pflanzen sind betroffen, vereinzelt zeigen sich bereits Verkräuselungen an den Triebspitzen. Derzeit lässt sich noch nicht abschätzen, welche Auswirkungen der Befall auf die weitere Entwicklung und den späteren Ertrag haben wird.

Auch die anhaltende Trockenheit stellt die Bestände vor Herausforderungen. Der Boden ist derzeit stark ausgetrocknet und verhärtet. Niederschläge würden die weitere Entwicklung der Quinoa deutlich unterstützen und die Wachstumsbedingungen verbessern.

Der Demonstrationsanbau liefert damit weiterhin wertvolle Erkenntnisse zu den Chancen und Herausforderungen des Quinoaanbaus in Brandenburg. Neben Fragen zur Sorteneignung werden auch Erfahrungen zur Bestandesführung, Beikrautregulierung sowie zum Umgang mit Schaderregern und Witterungseinflüssen gesammelt.

Wir werden die Entwicklung der fünf Quinoasorten weiterhin begleiten und regelmäßig über neue Beobachtungen und Ergebnisse berichten.