Quinoa
Quinoa in Brandenburg: Erste Erkenntnisse zwei Wochen nach der Aussaat

Zwei Wochen nach der Aussaat zeigen sich auf den Versuchsflächen der Lehr- und Forschungsstation Wilmersdorf der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) die ersten Ergebnisse unseres Quinoa-Demonstrationsanbaus. Die fünf ausgesäten Sorten sind auf den Parzellen inzwischen deutlich erkennbar und ermöglichen erste Beobachtungen zur Entwicklung der Kultur unter den Bedingungen in Brandenburg.
Seit der Aussaat wechselten sich Niederschläge und sonnige Abschnitte ab. Grundsätzlich bieten diese Witterungsverhältnisse gute Voraussetzungen für die Entwicklung der jungen Pflanzen. Die aktuell eher niedrigen Temperaturen bremsen jedoch das Wachstum der Quinoa-Bestände.
Gerade in der frühen Entwicklungsphase zeigt sich, wie sensibel die Kultur auf Standortbedingungen reagiert. Bodenstruktur, Feuchtigkeit und die Konkurrenz durch Beikräuter haben einen entscheidenden Einfluss auf den Feldaufgang und die weitere Entwicklung der Pflanzen. Auf den Versuchsflächen stellt insbesondere der lehmhaltige Boden eine Herausforderung dar. Nach Niederschlägen kann sich stellenweise eine feste Bodenkruste bilden, die das Durchbrechen der jungen Keimlinge erschwert.
Im Rahmen einer ersten Bonitur wurden der Feldaufgang und die Entwicklung der einzelnen Sorten dokumentiert. Die erhobenen Daten
bilden die Grundlage für spätere Vergleiche und helfen dabei zu bewerten, welche Sorten sich unter den Bedingungen in Brandenburg besonders gut entwickeln.
Eine weitere Herausforderung stellt der starke Aufwuchs von Ackerkratzdisteln dar. Die Beikräuter erzeugen zusätzlichen Konkurrenzdruck für die noch jungen Quinoa-Pflanzen und machen deutlich, wie wichtig ein gutes Beikrautmanagement im Anbau sein kann. Um die Versuchsparzellen zu entlasten, wurden die Disteln teilweise von Hand entfernt.
Bereits in diesem frühen Stadium liefert der Demonstrationsanbau wertvolle Erkenntnisse für die Praxis. Die Beobachtungen helfen dabei, die Anforderungen und Herausforderungen des Quinoaanbaus unter Brandenburgischen Bedingungen besser zu verstehen und die Kultur hinsichtlich ihres Potenzials für regionale Wertschöpfungsketten einzuordnen.
Die Entwicklung der Bestände werden wir auch in den kommenden Wochen weiter begleiten und über neue Erkenntnisse berichten.







