Amaranth

Amaranthus cruentus

Amaranth – die „ewig blühende Blüte“ – ist weit mehr als eine auffällige Pflanze. Mit seinem leuchtend roten Blütenstand und Wuchshöhen von bis zu 2,30 Metern prägt er das Ackerbild. Als Pseudogetreide punktet Amaranth mit wertvollen Proteinen, hochwertigen Aminosäuren und ist von Natur aus glutenfrei. Einst Hauptnahrungsmittel der Azteken, fiel sein Anbau dem Verbot der spanischen Kolonialherren zum Opfer. Heute erlebt er eine verdiente Renaissance. Und das auch hierzulande: Er verträgt Trockenheit, gedeiht auf Brandenburgs leichten Böden und lässt sich vielseitig als Vollkorn, gepufft oder als Mehl nutzen. Vereinzelte Landwirte im Spreewald zeigen, dass es geht und PROWERTA möchte Amaranth als Brandenburger Ackerkultur weiter ausbauen.

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Hauptanbaugebiete (weltweit)

Andenregion, Russland und China

Anbaugebiet in Brandenburg

Spreewald

Saatgut

Cruentus ist die einzige zugelassene Sorte in Deutschland (rot, Blut-Amaranth), TKG: 0,6-1,2 g, ø 1,0 mm

Standort

Tiefgründige, leicht sandige Böden, hohe Trockentoleranz, Schwachzehrer, N-Nachlieferung beachten

Verwendung

  • Ungeschält als Vollkorn (u.a. als Beilage, Müsli oder Porridge)
  • gepufft
  • Mehl

Anbau

  • Aussaat:
    • unbedingt frostfrei (Ende Mai/Anfang Juni)
    • 0,3 – 0,5 kg/ha
    • Saattiefe: 0,5-2 cm
    • Reihenabstand: 30 – 50cm
  • Unkrautbekämpfung: sensibel, zwei-dreimaliges Hacken erforderlich
  • Wasser: braucht viel Wasser
  • Vegetationszeit: 100 – 150 Tage (C4 Pflanze)
  • Schädlinge: Blattläuse, Larven, Wanzen
  • Krankheiten: bisher unbekannt

Ernte

  • 20- 40 dt Körner/ha
  • Zeitpunkt: Ende September/Anfang Oktober (Frost kann hilfreich sein)
  • Kornfeuchte bei Ernte: 20-30%
  • unmittelbare Trocknung auf 9-12 %
  • Technik: Mähdrescher (normales Getreideschneidewerk)

Rezepte mit Amaranth

Auf den Geschmack gekommen

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