Buchweizen

Fagopyrum esculentum

Buchweizen – auch Heidekorn oder schwarzes Welschkorn genannt – ist trotz seines Namens weder mit Weizen noch mit Getreide verwandt, sondern mit Rhabarber. Als Pseudogetreide bringt er gleich mehrere Vorteile mit: Er ist von Natur aus glutenfrei, braucht kaum Nährstoffe, unterdrückt Unkraut und verträgt Trockenheit. Seine weißen Blüten machen ihn zudem zum Liebling der Bienen. In Brandenburg wurde er bereits im 19. Jahrhundert angebaut. Heute entdecken ihn Landwirte im Spreewald und Fläming neu als resiliente Zukunftskultur. Als ganzes Korn, Grütze, Gries oder Vollkornmehl ist er vielseitig in der Küche einsetzbar. PROWERTA möchte Buchweizen wieder zum festen Bestandteil Brandenburger Äcker und unseren Tellern machen.

Hauptanbaugebiete (weltweit)

Russland, Osteuropa, China

Anbaugebiet in Brandenburg

Spreewald, Fläming, Ostprignitz Ruppiner Land

Saatgut

Determiniertes und indeterminiertes Saatgut, verfügbare Sorten (Kora, Lileja, Panda – indeterminiert und in Deutschland verfügbar), TKG : 10-20g, 90% Keimfähigkeit

Standort

Boden: leicht, sandig, mäßig feucht; keine Staunässe und verdichtete Standorte; Trockentoleranz: hoch Nährstoffbedarf: gering

Anbau

  • Aussaat
    • ab Mitte Mai – nach den Eisheiligen
    • Bodentemperatur: kälteempfindlich: Keimung ab 8-10 Grad Bodentemperatur
    • Saatmenge: 50-80 kg/ha; 300 Körner/m2
    • Saattiefe: 2-3 cm
    • Reihenabstand: 12-18 cm
  • Wasser: 300 ml/m2
    • bis Blüte: mäßige Feuchte
    • nach Blüte: Trockenheit (gleichmäßigere Abreife und kein Nachschießen)
  • Düngung:
    • 60-80 kg/ha N
  • Unkrautbekämpfung
    • gute Unkrautunterdrückung
  • Krankheit: irrelevant
    • Nematodenbekämpfung kann relevant sein
    • Herbizide werden nicht vertragen
  • Vegetationszeit
    • 14-18 Wochen

Ernte

  • Ertrag: 25-35 dt/ha oder 0,5-3 t/ha
  • Zeitpunkt: Anfang-Mitte August: wenn 70-80% reif sind
  • Kornfeuchte bei Ernte: unbekannt

Rezepte mit Buchweizen

Auf den Geschmack gekommen

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